Heiliger Geist mutiert zur Heiligen Geistin

Zum Bild: Holzskulptur "Ruach" (Heilige Geistkraft) des Leimener Bildhauers Bernhard Apfel im Eingangsbereich der Heidelberger Jesuitenkirche "Heilig Geist".

Zum Kunstwerk „Ruach“ in der Jesuitenkirche Heidelberg

 

Die Jesuitenkirche „Heilig Geist“ in Heidelberg macht seit längerem immer wieder durch ausgefallene Musikaufführungen, Kunst-Ausstellungen und besondere liturgischen Gestaltungen (Flamenco-Tanz am Karfreitag) von sich reden. Seit Ostern 2017 sitzt auf dem gläsernen Windfang am Hauptportal eine überlebensgroße Holzskulptur, eine rot gewandete Frau mit roten Pumps, Feuerhaarschopf und nach draußen weisendem Gestus als Darstellung der „Heiligen Geistin“.

 

Pastoralreferent Hermann Bunse schrieb dazu im Pfarrbrief 6/2018 vom 26. Mai unter dem Titel „Geisteskraft. Kein Stein bleibt auf dem anderen“: Bereits sei Ostern 2017 „bläst diese dritte göttliche Person das abgestandene Pneuma aus dem Kirchenschiff, zieht an den alten Bärten und verweist Ankommende und Gehende nach draußen, um die Welt immer neu, geistfrisch zu gestalten“. Mit Bezug auf die Pfingstsequenz „Komm herab, o Heiliger Geist“ (Gotteslob Nr. 344) und auf Papst Franziskus wird darauf abgehoben, „erhärtete Strukturen aufzulösen“, nämlich die dogmatische Verfasstheit der Kirche und ihre soziale Gestalt, „die sich nicht auf den Grundstein gesetzt haben, der Christus selbst ist. Augenscheinlich verdünnt sich alles, was im Volks-Kirchen-Bewusstsein gespeichert ist. Kirchenauflösungen, Schließung vieler theologischer Fakultäten, Mitgliederschwund auf breitester ökumenischer Front.“

 

Ist auch die evangelische Kirche dogmatisch erstarrt, braucht auch sie eine Auflösung durch die Heilige Geistin? Manches spricht eher dafür, dass sie im Prozess der Selbstauflösung schon weiter fortgeschritten ist: „Ehe für alle“, Segnung von homosexuellen Paaren durch homosexuelle Pfarrer? Evangelisch kein Problem. Die Katholiken hinken da noch etwas hinterher, hoffen aber auf den gegenwärtigen Papst, der freilich nicht immer so will, wie man sich das von ihm erhofft (Frauenordination; Interkommunion). Das im Kirchenschiff „abgestandene Pneuma“ taugt jedenfalls nichts mehr, ein neuer Geist muss her, wie er damals den Sohn Gottes antrieb, „die Erde zu erlösen“. Erlösung durch Auflösung?

 

Im Vierten eucharistischen Hochgebet bittet die Kirche, dass der Heilige Geist das Erlösungswerk Christi auf Erden weiterführt „und alle Heiligung vollendet“. Heiligung ist nicht äußere Weltgestaltung, sondern Stärkung des „inneren Menschen“. Denn: „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben, das Vergängliche erbt nicht das Unvergängliche“ (1 Kor 15,50). Der vergänglich-irdische „alte Adam“ muss in den letzten oder „neuen Adam“ verwandelt und dem vom Himmel stammenden Christus gleichförmig werden: „Der Letzte Adam wurde lebendigmachender Geist“ (1 Kor 15,39).

 

Offenbar ist der Geist Christi als Seele und Leben der Kirche aber nicht mehr am Werk, jedenfalls nicht in der Heidelberger Jesuitenkirche. Denn seine Darstellung als rote und feuerhaarige Frau erinnert nicht wirklich an den Heiligen Geist, sondern eher an den roten und haarigen Esau (Gen 25,25), den Zwillingsbruder des Jakob/Israel, der den „äußeren Menschen“ repräsentiert. Deshalb lässt die Bibel Gott sagen: „Jakob (= den inneren Menschen) habe ich geliebt, Esau aber gehasst“ (Röm 9,13; Mal 1,2f). Das Äußere oder das vergängliche „Fleisch“ wird biblisch repräsentiert durch das Weibliche (vgl. Gen 2,21f; Gen 6,3), das Männliche hingegen steht für das Geistige oder Innere (hebr. sachor bedeutet „männlich“ und er-innern).

 

Ruach als weibliche Geistkraft

Die rote Holzpuppe des Leimener Holzbildhauers Bernhard Apfel trägt den hebräischen Namen „Ruach“, was „Geist“ oder „Wind“ bedeutet, hier aber weiblich als „Geistin“ oder „Geistkraft“ verstanden wird. Dies sagt eine an der Tür ausgehängte Erklärung mit Verweis auf eine „möglicherweise ‚verstörende’ Darstellung des Heiligen Geistes“ aus der Jakobuskirche im oberbayerischen Urschalling aus dem 13. Jahrhundert (richtig: Ende 14. Jh.), „der als Frau dargestellt wird“. Außerdem erfährt man, dass im Hebräischen der Begriff für „Geist“, „Ruach“, dem grammatikalischen Geschlecht nach weiblich sei.

 

Dies wird vor allem von feministischen Theologinnen schon seit längerem entsprechend ausgewertet. Tatsächlich kann Ruach aber auch den männlichen Artikel haben, und das Trinitätsfresko in Urschalling ist zwar auch Gegenstand von diversen Untersuchungen und selbst einer theologischen Dissertationen gewesen (Verena Wodtke-Werner, Der Heilige Geist als weibliche Gestalt, 1994). Eine eindeutige Geschlechtszuweisung der mittleren Figur mit jünglingshaften, femininen Zügen konnte dabei aber gerade nicht vorgenommen werden.

 

Die vorgebrachte Begründung für die angebliche „Weiblichkeit“ des Heiligen Geistes trägt daher nicht. Dass dennoch die dritte göttliche Person nicht nur „mit weiblichen Zügen“ dargestellt wird, wie es in der Erklärung zur „Ruach“ heißt, sondern eindeutig als Frau, hängt mit dem in den Kreisen, die auf eine grundlegende „Kirchenreform“ drängen, mit dem dort weit verbreiteten Unbehagen an einer fehlenden weiblichen Repräsentanz im christlichen Gottesbild zusammen. Das führte dann eben leicht zu einer Umdeutung, die aber weder mit der Bibel noch mit der Tradition wirklich begründet werden kann.

 

Ruach, Maat, Sophia, Maria

Eine gewisse Zeit hat man versucht, über eine zur Quasi-Göttin aufgewerteten Maria (die der Koran ja als 3. Person der Trinität missdeutet) das Unbehagen an der fehlenden weiblichen Repräsentanz zu beseitigen oder zumindest zu mildern. Zeitweilig wurde (und wird) Maria zur eigentlichen Versinnbildung des Geistes/der Geistin erhöht. Ein anderer Zugang wurde über die Gestalt der „Sophia“ (Weisheit) versucht, der in der alttestamentlichen Weisheitsliteratur eine schöpferische Funktion als künstlerische Mitgestalterin der Welt (analog zur altägyptischen Göttin der Gerechtigkeit Maat) zukommt, so zuletzt wieder die Alttestamentlerin Helen Schüngel-Straumann in ihrem gemeinsam mit Klaus Berger verfassten Buch Geist Gottes (Neue Echter Bibel Bd. 12, Würzburg 2017).

 

Die Gerechtigkeit, so heißt es dort, sei „Hüterin für ein Gleichgewicht, für eine gerechte Weltordnung, besonders dort, wo das Gleichgewicht gestört ist“ (S. 59). Auch Schüngel-Straumann will auf die „weibliche Dimension“ der dritten göttlichen Person hinaus, wobei sie ebenfalls die Parallelität von Ruach (Pneuma) und Sophia (Weisheit) im Alten Testament zur Geltung bringt (vgl. 11; 14f; 42-59; 62f; kritisch dazu Berger, 136-138). Berger hingegen schreibt: „Heiliger Geist ist kein Thema der Ideenlehre, sondern gehört in die ganzheitliche Eschatologie. Sein Ort ist nicht die Gottwerdung Gottes, sondern die Heiligung der Kirche“ (130).

 

Die Kirche hat dabei nicht nur ein weibliches Genus, sondern sie wird in der gesamten christlichen Tradition als marianisch-weibliche Mutter der Christen und in gewisser Weise auch als Mutter Christi verstanden – gemäß der Aussage Jesu: „Wer [in der Kraft des Heiligen Geistes] den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“ (Mk 3,35; Mt 12,50).

 

Kampf gegen die unheiligen Geister

Um aber den Willen des himmlischen Vaters auf Erden überhaupt erfüllen zu können, muss der Mensch von der Sünde, vom Widerwillen gegen Gottes Willen, befreit und erlöst werden. Eben darin besteht das Werk des Heiligen Geistes als „Feuer“: „Der Geist ist ‚Stärkung’ zum Kampf gegen die unheiligen Geister oder Dämonen“ im eigenen Innern (Berger, s. o., 87-90; 106). Feuer, das seinen Ursprung in der Sonne hat, ist eindeutig in allen Kulturen männlich konnotiert im Gegenüber zum „weiblichen“ (lunaren) Wasser. In Genesis 1,2 „schwebt“ ja der Geist Gottes (ruach elohim) über der „Urflut“, der „Erde“, der „Finsternis“ und den „Wassern“, was alles weiblich konnotierte Begriffe sind („Mutter Erde“).

 

In der Erklärung zu „Ruach“ ist davon aber keine Rede; vielmehr wird gesagt, das „lodernde Haar“ der „Heiligen Geistin“ sei „Ausdruck des leidenschaftlichen, schöpferischen Bewusstseins“ zur „geistreichen“ Weltgestaltung. Die Vollendung der Welterlösung Christi als Heiligung und Vergöttlichung (griech. Theosis), wie es in der christlichen Tradition gesehen wird, kommt hier nicht mehr als die Aufgabe des Heiligen Geistes als „Geistin“ in den Blick.

 

Die Symbolik der Geist-Taube

Ein zentrales Sinnbild des Geistes in der Bibel ist die weiße Taube, die in der Szene der Taufe Jesu, der dabei vom Himmel her als der wahre Sohn des himmlischen Vaters ausgewiesen wird, prominent als Gestalt des Geistes in Erscheinung tritt (Mk 1,9-11). Der Geist erfüllt danach die Aufgabe, den Sohn für sein Heilswerk der Welterlösung zu stärken und ihn dafür zuzurüsten, indem er ihm auch immer wieder den Heilswillen des Vaters vor Augen führt. Auch dieses Symbol der Taube wurde als „weiblich“ gedeutet, so auch von Helen Schüngel-Straumann: Die Taube sei Symbol der „Liebesgöttinnen“ und „aller Muttergöttinnen in der Antike“, das als „die Weiblichkeit der Geistkraft durch die Kunst aller Jahrhunderte“ gewandert sei (Geist Gottes, 62f; 133; Ähnliches behauptete vor Jahren schon der Alttestamentlicher Othmar Keel bei der Ausstellung „Gott weiblich“ in der Heidelberger Jesuitenkirche).

 

Die Taube (hebr. Jona) erscheint in der Bibel erstmals in Zusammenhang mit der Rettung der Acht – Noah, seine drei Söhne und ihre vier Frauen – vor der alles vernichtenden Sintflut durch die Arche. Noah, der Zehnte nach Adam (und so in gewisser Weise ein neuer Adam), lässt die Taube insgesamt dreimal aufsteigen, um zu erfahren, wie weit das Wasser inzwischen wieder zurückgegangen und das „Trockene“ wieder sichtbar geworden ist. Beim zweiten Ausflug kehrt die Taube mit einem frischen Olivenzweig im Schnabel zu ihm zurück (Gen 8,6-12).

 

Wie die Bewegung der Rückkehr der Taube zum Taubenschlag (= Ursprung) verweist auch das Öl der Olive auf den Heiligen Geist als Kraft der vertikalen (nicht horizontal-zeitlichen) Er-innerung des Menschen an seinen göttlichen Ursprung, den Vater im Himmel (vgl. Gen 2,7), und damit an seine himmlische Gotteskindschaft im Unterschied zur irdisch-sterblichen Kindschaft. Das „Trockene“ wiederum symbolisiert, wie der Thora-Gelehrte Friedrich Weinreb erklärt, „die Ewigkeit, denn wenn die Zeit [das Wasser durch das Feuer] austrocknet, ist Ewigkeit da. Bei der Schöpfung wird am dritten Tag das Trockene sichtbar.“ Im Unterschied zu Johannes dem Täufer tauft Jesus nicht (nur) mit Wasser, sondern mit dem Feuer des Heiligen Geistes (Mt 3,11; vgl. Lk 12,49).

 

Die Symbolik der Zahl acht

Im Neuen Testament wird die Sintflut-Erzählung entsprechend als Sinnbild der christlichen Taufe verstanden (1 Petr 3,19-21; 2 Petr 2,4f), die als Teilhabe am Geheimnis von Kreuzestod und Auferstehung Jesu in achteckigen Baptisterien gespendet wurde. Denn der Sonntag der Auferstehung Jesu galt nach dem Sabbat/Samstag als siebter Tag auch als „achter Tag“. Aber auch in der Arche sind es eben genau Acht, die gerettet werden – mit Noah „als achten“ (2 Petr 2,5).

 

Die Acht symbolisiert biblisch den Überstieg über die ‚weiblich-lunare’ Schöpfung (im Zeichen der Sieben) auf die Vollendung in der Ewigkeit Gottes hin. Deshalb erfolgt auch die Beschneidung der männlichen Kinder – als Zeichen des Gottesbundes und Vorausbild der Taufe (!) – „am achten Tag“ nach der Geburt, erstmals bei Isaak durch Abraham (Gen 21,4). Im Hebräischen sind die Begriffe für „acht“ (schmonah) und für Salböl (schemen) eng verwandt, der Messias ist als der Geist-Gesalbte der „König des achten Tages“ (Weinreb).

 

Während die Sieben eine Zahl des Mondes ist, weiblich Luna (mit vier Lichtphasen zu je sieben Tagen), ist die Acht eine Zahl der Sonne, des Sol, der als feuriger „Bräutigam“ und „Held“ in der Frühlings-Tagundnachtgleiche seinen Jahreslauf beginnt (Psalm 19,6). Das wurde in der christlichen Tradition auf Christus hin gedeutet, so etwa bei Bischof Ambrosius von Mailand, dem Lehrer des Augustinus: „Wie die Sonne sich erhebt und den Weg als Held durcheilt,/ so erschien er [Christus] in der Welt wesenhaft ganz Gott und Mensch“ (Gotteslob Nr. 227.3).

 

Der Vor- und Rücklauf der Sonne durch die beiden Tagundnachtgleichen im Frühling und im Herbst bei ihrem Jahreslauf beschreibt insgesamt die Figur einer liegenden Acht (= Lemiskate: ∞). Der frühchristliche Theologe Theophilus von Antiochien († um 183) erklärt in seiner Auslegung der Erschaffung von Sonne und Mond am vierten Schöpfungstag: „Diese Lichter, Sonne und Mond, sind Träger und Bilder eines großen Mysteriums. Die Sonne nämlich ist das Bild Gottes, der Mond das Bild des Menschen“ (Ad Autolycum II,15). Christus als In-eins von göttlicher und menschlicher Natur vereint so in kosmischer Symbolik Sonne und Mond (beider Gestirne flankieren häufig Darstellungen des Gekreuzigten).

 

Die Symbolik von Sonne und Feuer

Die Feuer-Sonne hat im Deutschen ein weibliches Genus, in wohl allen anderen Sprachen ist sie hingegen „männlich“ (althochdeutsch hieß es auch noch: der Sunne). In Mexiko werden die Toiletten für Männer und Frauen durch die Symbole für Sonne und Mond gekennzeichnet.

Der Psychologe August Vetter schreibt in seinem Buch „Mitte der Zeit“ (1933): „Deutlicher als der Giftpfeil verrät das hohle Rohr, in welchem Prometheus den göttlichen Funken, den der Sonne entwendeten Samen der Flamme birgt, dass sein Ursprung im Wesen und Geschlecht des Mannes liegt. Das glimmende Scheit und der Quirl, dessen Reibung im vertieften Weichholz den Zunder in Brand setzt, lassen die Feuerbereitung als männliche Erregung von Lust und Schmerz erkennen. Die züngelnde Flamme ist das Urbild der Zeugungskraft, ihres Aufbrechens und ihrer verzehrend-schmelzenden Glut. Als er das Feuer zähmte, bändigte der Mann sich selbst.“

 

In der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg sind auf dem zentralen Altarbild mit der Pfingstszene (Apg 2,1-4) die züngelnden Flammen als Sinnbild der Zeugungskraft des Heiligen Geistes über den Häuptern von Maria und den Zwölf Aposteln zu sehen, die die eine, heilige, universale und apostolische Kirche aus Juden und Heiden verkörpern. Der „männliche“ Heilige Geist gibt dieser „weiblichen“ Welt-Kirche ihre innere Dynamik und ihre Bereitschaft zum christlichen Zeugnis (Mission) in der gefallenen Welt des Unglaubens. Als „Seele der Kirche“ macht er die Kirche zur sinnlich-sakramentalen Ausdrucksgestalt seiner heilig machenden Gnade zur Heiligung und Rettung der in der Sünde verlorenen oder veräußerlichten Welt.

 

Die Symbolik der Zahl drei

Zahlensymbolisch hat der Begriff ruach elohim (Geist Gottes: Gen 1,2) den Zahlenwert 300 (die hebräischen Buchstaben als Zahlen gelesen ergeben 200-6-8 1-30-5-10-40 = 300). Die Zahl 300 ist auch der Wert des vorletzten Buchstabens Schin, der immer mit dem Feuer (hebr. esch, 1-300) assoziiert wird („Mann“ ist hebr. isch). Das Licht der Sonne hat die konstante Geschwindigkeit von 300.000 km pro Sekunde.

 

Die Zahlen 3,30 und 300 gelten allgemein in der Zahlensymbolik als Zahlen des Himmels, der Trinität, des Geistlichen und des Heiligen Geistes – im Gegenüber zu den Zahlen 4, 40 und 400, die für das Materielle, Irdische und Weltliche stehen. Deshalb sind es zum Beispiel drei Initiations-Sakramente (Taufe, Firmung und Eucharistie) und drei Geist-Tugenden (Glaube, Hoffnung und Liebe) zur Erlangung des ewigen Lebens im Himmel, aber vier Kardinal-Tugenden (Gerechtigkeit, Weisheit, Tapferkeit sowie Zucht und Maß) für das richtige Leben in der Welt.

 

Mit der in die Irre führenden Rede von der „Heiligen Geistin“ werden die wahren biblischen Bezüge wie auch die allgemeine Symbolik der Geschlechter und der Zahlen nicht nur verdunkelt, sondern regelrecht entstellt. Der Bildhauer Bernhard Apfel (geb. 1947 in Bad Tölz und bis 1998 in einem Verwaltungsberuf tätig) durfte Ende Juni 2018 noch weitere Werke im Glashaus der Citypastoral gegenüber der Jesuitenkirche ausstellen, die der „Ruach“-Figur an skurriler (Ver-)Formung und mythologieträchtiger Phantastik nicht nachstehen. Wer das mag, kann sich daran ja erfreuen. In der Heiliggeist-Kirche hat die Skulptur „Ruach“, die dem Heiligen Geist gewiss nicht zur Ehre gereicht, nichts zu suchen

Klaus W. Hälbig

 

 

Mehr zum Heiligen Geist als Feuer vgl. mein Buch: Das Feuer vom Himmel. Gottes Geist der Weisheit und Liebe in Schöpfung und Kirche (2018).

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Kommentare: 2
  • #1

    johann (Donnerstag, 05 Juli 2018 09:25)

    Für mich unverständlich

  • #2

    Brigitte (Freitag, 27 September 2019 16:26)

    Was für ein Anblick! Phantastisch! Lebendig, offen, stolz, wissend, weise. Die Heilige Geistin. Für mich eine Reise wert.